Bloody Rain in der Presse

Datum
17.09.2003
Name
Westdeutsche Zeitung, Düsseldorf
Text

Texte über den zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft
Band "Bloody Rain" veröffentlicht ihr drittes Album / Auftritt bei NBC

Von Margarete Pluta

Dormagen. Die Band "Bloody Rain" aus Dormagen existiert bereits seit dem Spätsommer 1996. Zwei Alben hat sie schon veröffentlicht, zahlreiche Auftritte absolviert. Und jetzt ist auch die dritte Demo-CD mit dem Titel "Generation Suicide" auf der Webside der Band erhältlich.
   Was aus einer Laune heraus entstand, hat sich in den vergangenen sieben Jahren stetig weiterentwickelt. "Angefangen haben wir irgendwo auf der Schwermetallebene", blickt Bandmitglied Alexander Moll zurück. Die Entwicklung reichte dann in den vergangenen Jahren vom Hard-Rock über Punk bis zum Gitarren-Pop. "Inzwischen sind wir dort gelandet, wo wir einfach sagen: Wir machen Heavy-Rock", erklären die fünf jungen Männer. "Man kann sagen, wir sind etwas ruhiger geworden", bekennt auch der Leadgitarrist der Band, Roland Diesel.
   Diese Wandlung scheint den fünf jedoch gut getan zu haben. Denn neben einem gewonnen Talentwettbewerb im Worringer "Krebelshof" zeigen sich die Band-Mitglieder besonders stolz auf ihren Auftritt beim Fernsehsender NBC Europe. "Das war natürlich das absolute Highlight", gibt Diesel zu. Und obwohl es im Moment auftrittsmäßig etwas ruhiger um die Gruppe geworden ist, powern sie doch mit ihrem neuen Album und versprechen in kürze weitere Bühnenauftritte. "Schließlich ist Musik unser Hobby", spricht Alexander Moll den Spaßfaktor an, der der Gruppe besonders wichtig ist. "So sind wir alle auch gute Freunde, die sich nicht nur zweimal in der Woche zum Proben treffen, sondern auch mal zusammen ein Bierchen trinken gehen", beschreibt der Bassist das Verhältnis untereinander.
   Der starke Zusammenhalt ist auch bei der inhaltlichen Zusammensetzung des neuen Albums erkennbar. "Unsere Texte umfassen persönliche Probleme mit der Gesellschaft und mit sich selber", erklärt Moll. So komme auch der Titel des Albums "Generation Suicide" zustanden. "Es werden gewisse Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft thematisiert", meint Alexander Moll. Ganz besonders störe sich die Band am zunehmenden Egoismus. "Wenn jeder nur an sich selbst denkt, gibt es so etwas wie Gesellschaft gar nicht mehr", lautet die Schlußfolgerung von "Bloody Rain". So soll auch das Coverbild der neuen CD, auf dem es so aussieht, als würde sich jemand von einer Eisenbahnbrücke stürzen, lediglich die tendenziell suizidalen Grundhaltung der Gesellschaft darstellen. "Nicht, dass jemand denkt, er soll sich umbringen, es ist nur eine Illustration", betont auch Moll. Weitere Informationen über Roland Diesel, Thorsten Gimborn, Jens Krücken, Alexander Moll und Holger Trucks gibt es auf der Internetseite der Band, unter: www.bloodyrain.de.

Bild
WZ17092003

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