Bloody Rain in der Presse

Datum
13.09.2000
Name
Rheinischer Anzeiger, Dormagen
Text

Open-air-Festival auf dem Abenteuerspielplatz
Gute Stimmung bei "Musik Integral"


Hackenbroich (am) - "Musik Integral" – unter diesem Motto durfte im Kinder- und Jugendtreff St. Katharina wieder einmal richtig "abgerockt" werden. Zur vierten Auflage des 1998 erstmals ausgerichteten Musikspektakels hatten sich drei lokale Bands und Gäste aus Grevenbroich angesagt. Gespielt wurde "Open Air" auf dem Gelände des Hackenbroicher Abenteuerspielplatzes. Ziel sei es, möglichst viele unterschiedliche Menschen zusammenzubringen, erklärte Organisator Walter Mester. Daraus erkläre sich auch der Name des Festivals. Unterstützt wurde die Jugendeinrichtung bei der durchführung von der KJG, dem Ausländerbeirat und dem Integrationsprojekt der Stadt sowie Sponsoren.

Trotz freien Eintritts blieb die Zuschauerzahl überschaubar, der guten Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch. Den Anfang machte die junge Gruppe "Caress In Clover". Die Nachwuchsmusiker überzeugten mit soliden Coversongs aus Rock und Funk, gemischt mit eigenen Kompositionen. Angenehm fiel die Sängerin Sarah Krätzel auf, die mit warmer Stimme alle Stilrichtungen meisterte, sowie der mit Abstand jüngste Musiker des Abends, der gerade zwölfjährige Schlagzeuger Jan Engstfeld. Störend wirkte allein der oft übertriebene Gitarreneinsatz.

Als zweite Formation des Abends legten die fünf "Schwermetaller" von "Bloody Rain" dann eine härtere Gangart vor. ihre Musik bot eine Mischung aus kraftvoller Gitarrenarbeit, balladesken Melodien und ungewöhnlichen Effektspielereien. Die Gäste aus Grevenbroich mit dem Namen "Flying Circus" stellten sich im Anschluß als einer der Publikumslieblinge heraus. Die sechs Musiker, die ihre Einflüsse in den "Seventies" sehen, begeisterten das Publikum mit ihrem dynamischen und einfallsreichen Stil. Einflüsse aus der Stilrichtung Progressive Rock waren schwer zu überhören. Sie präsentierten Titel ihres aktuellen, zweiten Albums "Out Of The Waste Land".

Den krönenden Abschluß bildete schließlich die Band "Dr. Dröhn", die auch gleich eine kleine Fangemeinde mitgebracht hatte. Die Formation entstand vor 1996 aus den Resten der "Brasselband" und spielte in der aktuellen Besetzung Friedo Schmitz (Gitarre, Mandoline, Gesang), Stefan Schlupper (Schlagzeug), Jens Venn (Gesang), Markus Ardalan (Gitarre, Gesang) und Thomas Bronkalla (Bass, Gesang). ihre Musik vereint nach eigenen Angaben Einflüsse aus Funk, Grunge und Rock in der Stilrichtung "Deutschrock". Die fünf routinierten Musiker hatten das Publikum fest im Griff und konnten die gute Stimmung so bis zum Schluß halten.

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